Ausgabe vom 27.06.2026 Seite 35

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Spiel auf Leben und Tod 100 Jahre „Fiesta“ – auf Hemingways Spuren in Pamplona 1926 erschien der Roman „Fiesta“ des späteren Nobelpreisträgers Ernest Hemingway. Eine Spurensuche dort, wo das namensgebende und heute umstrittene Volksfest im Juli seit jeher heftig gefeiert wird. Andreas Drouve Die Zeit und die Zeilen wirken wie eingefroren: „Wir tranken im Iruña unseren Kaffee, saßen in bequemen Korbstühlen und sahen aus der Kühle unter den Arkaden auf den großen Platz“, schildert die Hauptfigur Jake Barnes. Das könnte so auch in der Gegenwart spielen, stammt aber aus dem 1926 publizierten Roman „Fiesta“ von Ernest Hemingway (1899−1961). Der große Platz, das ist die Plaza del Castillo im nordspanischen Pamplona. Das „Iruña“ hat Bestand als ältestes und schönstes Kaffeehaus der Stadt. Und Barnes? Das ist der Ich-Erzähler, das Alter Ego von Hemingway, der die „Fiesta“ selbst ausschweifend miterlebt hatte: das Volksfest für den Patron San Fermín vom 6. Juli mittags bis 14. Juli Mitternacht, ein alkoholisch durchtränkter Feiermarathon von 204 Stunden am Stück. „Man tanzte und trank unentwegt, und der Lärm nahm kein Ende“, so Barnes alias Hemingway. Bei ...