Ausgabe vom 22.05.2026 Seite 11

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Sehnsucht nach einem freieren Leben ZDF-Dreiteiler „AIDS – In Zeiten der Liebe“ erinnert an das Schicksal zweier Ostberliner Künstler und ihres Freundes Berlin. Es sind traurige Geschichten aus der Zeit der grassierenden Aids-Seuche in den 80er Jahren, die im Dreiteiler „AIDS – In Zeiten der Liebe“ von Freunden und Hinterbliebenen erzählt werden. Dabei wird in Rückblenden auch noch die Mauer-Hürde zwischen Ost und West genommen. Als der Ausbruch der Tod bringenden Krankheit um 1980 und danach in Westdeutschland längst bekannt war, wurde sie im Osten verschwiegen. Regisseur Johannes Nichelmann zeichnet mithilfe zurückhaltend geführter Interviews, von Privatfotografien und Videos, aber auch mit sensibel gefilmten Reenactment-Szenen das kurze Leben der Ostberliner Künstlerfreunde Heiko Zolchow und Dirk Nawrocki nach. Obgleich Heiko verheiratet und Familienvater war, leugneten beide nicht, homosexuell zu sein. Ihre Lebensform war nebenbei auch ein Protest gegen die Stasi und die Obrigkeit in der DDR. Engste Freunde erzählen von früheren Begegnungen – auch von Bernd, dem Dritten im Bunde, der mit ihnen später in den Westen ging. Er wechselte vom Arztberuf, bei dem er im Krankenhaus dem sterbenden Heiko begegnete, zum ...