Ausgabe vom 04.05.2026 Seite 6
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Deepfakes setzen Hirschhausen zu Neue Dokumentation ist in der ARD zu sehen Köln. Was bleibt uns, wenn man uns unser Gesicht und unsere Stimme nimmt? Lange war das ein eher philosophisches Gedankenspiel. Im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz ist es längst Teil krimineller Praxis. Jemand, der davon viel erzählen kann, ist Eckart von Hirschhausen. Der Mediziner und Fernsehjournalist blickt heute in eine Art digitalen Spiegel, in dem er mehr als 2000 Mal existiert â als Fälschung. Mit ihm wird alles Mögliche beworben â vom angeblichen Abnehmpulver bis hin zu vermeintlichen Potenzmitteln. Das Problem ist nur: Der Moderator macht gar keine Werbung dafür. Bei den Werbevideos, die im Netz kursieren, handelt es sich um sogenannte Deepfakes â täuschend echte, KI-generierte Clips, in denen digitale Marionetten mit seiner Stimme Dinge sagen, die er nie unterschrieben hätte. Ãber Deepfakes wird schon seit einigen Wochen in Deutschland debattiert â vor allem wegen sexualisierter Deepfakes, von denen besonders Frauen betroffen sind. Eine neue ARD-Doku von und mit Eckart von Hirschhausen zeigt eine weitere perfide Facette des Problems: den systematischen Identitätsklau als Geschäftsmodell. Der Film zeigt eine Masche, bei der Prominenz ...
