Ausgabe vom 07.03.2026 Seite 12

Suchbegriffe 07.03.2026    12


Er ist ein wandelndes Wein-Lexikon Teil 1 der „Genussmenschen“-Serie: Kurt Fallnit Greven. „Kaffee oder Wein?“ begrüßt Kurt Fallnit seinen Zehn-Uhr-Besuch. Er verschwindet hinter dem Weinregal, das bis unter die Decke reicht, und kommt mit einer Tasse heißem Kaffee wieder. „Früher war es mit der Weinauswahl ziemlich einfach“, erklärt Fallnit. Da hätte es einen roten Wein zum roten Fleisch und einen weißen zu hellem Fleisch gegeben. Die Aberdutzenden Flaschen, von denen Fallnit umrahmt wird, verraten, was seiner Aussage folgt: „Das hat sich alles geändert.“ Für den Grevener ist das aber alles andere als eine schlechte Nachricht. „Wir sind in der Kulinarik viel offener geworden, weil wir mehr reisen“, erklärt er. Fallnit liefert gleich ein Beispiel mit: Wer eine Spaghetti Bolognese in Italien probiert hat, wird beim Nachkochen zu Hause eher nicht auf die Idee kommen, den weißen Moselwein dazu zu servieren. Kurt Fallnit ist ein wandelndes Lexikon, wenn es um Verbindungen von Essen und Wein geht. Fast wie beim Vokabeln-Abfragen nennt er zu einer Speise den entsprechenden Wein. Helles Wild? Pinot noir. Brie? Weißburgunder. Meeresfrüchte? Muscadet sur lie. Seine Leidenschaft für den Wein ...