Ausgabe vom 05.03.2026 Seite 1
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Teurer Tankstopp KommentarIran-Krieg lässt Spritpreise drastisch steigen Der Sprit, der derzeit hierzulande aus den Zapfhähnen läuft, dürfte noch zu Preisen aus der Zeit vor dem Iran-Krieg eingekauft worden sein. Dennoch wird der Treibstoff viel teurer verkauft als noch am Freitag. Die Spritpreise stiegen, noch bevor die höheren Kosten bei den Mineralölkonzernen ankommen, kritisiert der ADAC. Des Autofahrers Gemüt kocht wie früher der Kühler nach einer Bergfahrt in der Sommerhitze. Abzocke? Ein Skandal? Jein. Denn: Nachrichten beeinflussen die Märkte. Der Krieg, die Sperrung der StraÃe von Hormus sind zweifellos schlechte Nachrichten für die Energiesicherheit. Die Rohöl-Versorgung in der Welt wird labiler â das hat Folgen auch in Deutschland, das sein Rohöl aus 30 verschiedenen Ländern bezieht, also nicht unter Ãl-Knappheit leidet. Ãrgerlich zudem: Die hohen Spritpreise lassen die Mehrwertsteuerkasse auch noch zusätzlich klingeln. Der Staat nimmt das gerne mit, denkt â noch â nicht an eine Entlastung oder eine Spritpreisbremse. Das alles ist ärgerlich, historisch einmalig ist es nicht: Zu Beginn des Ukraine-Kriegs verteuerte sich Diesel um 60 Cent. Auch das war erklärbar, war also noch nicht unbedingt ein ...
