Ausgabe vom 07.02.2026 Seite 41
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Feuer und Eis Island abseits der Massen Die Insel ist ein einziges Naturschauspiel. Auch fernab bekannter Routen verspricht sie Abenteuer â in einsamen Eishöhlen, an brodelnden Lavafeldern und am Ufer stiller Gletscherseen. Manuel Meyer Die erkaltete Lavakruste knirscht unter den Wanderschuhen, als schreite man durch leicht angefrorenen Schnee. Stinkende Schwefelschwaden hüllen die skurrile, pechschwarze Landschaft in eine geheimnisvolle Atmosphäre. Aus Spalten und Ritzen des Lavagesteins steigt warmer, manchmal kochend heiÃer Dampf. Erst vor zweieinhalb Jahren ergoss sich an dieser Stelle am Fagradalsfjall im Süden Islands ein flüssiger Lavastrom, der sich kilometerlang durchs Tal von Geldingadalir fraÃ. Die meisten Touristen gehen nur vom Parkplatz auf einem schmalen Pfad durch die moosbewachsenen Hügel bis an den Rand des Lavafelds. Doch wer sich auf den verschiedenen Wanderrouten oder übers Lavafeld selbst zu den jüngsten Eruptionsspalten aufmacht, begibt sich in eine Landschaft, die unweigerlich an Tolkiens Mordor aus âDer Herr der Ringeâ erinnert. Sie sieht aus wie ein erstarrter, schwarzer Fluss. Die Oberfläche ist mal zerfurcht und porös, mal glatt wie Glas. Mal schimmert sie blau, dann wieder rostrot oder matt wie ...
