Ausgabe vom 02.02.2026 Seite 10

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Alleingänge sind tabu Wie Angehörige Krebspatienten unterstützen können Eine Krebsdiagnose ist ein Einschnitt. Ob als Schwester, Ehemann, Mutter, enger Freund: Angehörige wollen eine Stütze sein in Zeiten von Ungewissheit, Ängsten und Therapien, die teilweise starke Nebenwirkungen mit sich bringen. Ein hoher Anspruch, mit dem sich Angehörige oft einen „sozialen Leistungsdruck“ auferlegen, wie es die niedergelassene Psychoonkologin und Buchautorin Angela Grigelat aus München nennt: „Ihre große Sorge ist, etwas falsch zu machen, dazu kommt oft Hilflosigkeit.“ Die Expertin beobachtet, dass Angehörige sich in ihrem Perfektionismus immer wieder verkrampfen und über das Ziel hinausschießen. Worauf kommt es also an? Ob die Diagnose nun frisch auf dem Tisch liegt oder die Person bereits mitten in der Therapie steckt: „Es führt kein Weg daran vorbei, dass man fragt: Wo stehst du gerade, was brauchst du gerade?“, sagt Angela Grigelat. Diese Frage stellen Angehörige am besten nicht nur einmal, sondern im Verlauf der Krebserkrankung immer mal wieder. Denn: „Die Bedürfnisse und das Befinden von Krebspatientinnen und -patienten verändern sich.“ Einstellen muss man sich als Angehöriger auch darauf, ...