Ausgabe vom 30.01.2026 Seite 5
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Ende der Duckmäuserei LeitartikelKanzler Merz zur auÃenpolitischen Lage Das war schon eine Abrechnung des Kanzlers mit dem Mann, der im WeiÃen Haus sitzt und der die Weltpolitik mit Zolldrohungen oder Gebietsansprüchen auf den Kopf stellt â mit Donald Trump.Ohne allerdings dessen Namen im Bundestag bei seiner Regierungserklärung in den Mund zu nehmen, nur einmal sprach Friedrich Merz vom amerikanischen Präsidenten. Es ist und bleibt eben eine schwierige auÃenpolitische Gratwanderung, wenn man sich mit dem US-Präsidenten und seiner konfrontativen Politik auseinandersetzt. Das kann man kritisieren und auch mehr namentliche Klarheit fordern, wie die Grünen. Aber wen Merz gemeint hat, ist ohnehin jedem deutlich geworden. Von den Horrorszenarien der AfD-Oppositionsführerin Alice Weidel ist die Realität weit entfernt. Und auch Weidels Aufforderung, Deutschland möge dem kruden und teuren Friedensrat Trumps beitreten, zeugt nicht davon, dass es der AfD tatsächlich um deutsche Interessen geht. Da ist der Kanzler zum Glück anders. Die Erkenntnis der letzten Wochen rund um die Grönlandfrage ist nun mal, dass deutsche Interessen sich auch nur im europäischen Verbund wahren lassen. Kanzler Merz hat klar gemacht, dass Europa aus der ...
