Ausgabe vom 30.12.2025 Seite 5

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Distanziert, aber respektvoll Gespräch zwischen Trump und Selenskyj bleibt skandalfrei und ohne greifbare Ergebnisse Washington. Bei dem Treffen in Mar-a-Lago gab es erneut keine substanziellen Fortschritte auf dem Weg zur Beendigung des Krieges in der Ukraine. Doch im Verhältnis zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj hat sich etwas verschoben: Trump behandelte seinen Gast nicht mehr als Bittsteller und Störenfried, sondern als Verhandlungspartner. Die Begrüßung auf den Stufen von Trumps Residenz war sachlich, kurz und knapp: Es gab keine Umarmung, kein Schulterklopfen, keine persönlichen Worte. Die Botschaft dieser Szene: Hier begegnen sich zwei Präsidenten, die zwar distanziert miteinander umgehen, aber respektvoll. Auch in der anschließenden Bewertung der Gespräche war ein neuer, nicht mehr euphorisch-vollmundiger Stil festzustellen: Eine Einigung sei „vielleicht sehr nahe“, formulierte Trump vorsichtig, es könne aber auch sein, dass es nicht zum Friedensschluss komme. „In wenigen Wochen werden wir das wissen“, sagte er. Ein Eingeständnis, dass ein Durchbruch noch auf sich warten lässt. Auch in Mar-a-Lago schwebte das Damoklesschwert eines russischen „Njet“ über den Verhandlungen. Doch beide Seiten ...