Ausgabe vom 13.12.2025 Seite 21
Suchbegriffe 13.12.2025 21
Wie viel Weihnachten darf eigentlich ins Schaufenster? Zwischen Kirche und Kommerz EMSDETTEN. Heute klagen Menschen darüber, dass die religiösen Ursprünge des Weihnachtsfestes in der Ãffentlichkeit wenig sichtbar würden, schon gar nicht im Kommerz der Innenstädte und auf unterschiedlichen digitalen Marktplätzen. Interessanterweise sahen die Traditionalisten der 1950er-Jahre gerade eine Gefahr für das Weihnachtsfest, wenn die charakteristischen Bilder bereits in der Adventszeit zu sehr verbreitet würden. Schon 1950, als sich der Konsum noch in bescheidenen Grenzen hielt, klagte der Heimatbund: âWeihnachten ist das Fest der Stille, der Trautheit und Geborgenheit. Und die Reklame? Man schreit in die Welt der Käufer hinein, schreit mit Hilfe von Lautsprechern in die stille Adventszeit.â Man wusste sich im Einklang mit dem westfälischen Dachverband, der sich âbesonders auch gegen den Missbrauch des Weihnachtsbaumes ausgesprochen hat.â In sofern war es folgerichtig, dass es bei der Diskussion um eine festliche StraÃenbeleuchtung 1952 nicht um Lichtsmog oder Energiekosten ging, sondern âdass dadurch der Weihnachtstraum der Kinder zerstört werde, wenn diese unter einem ärmlichen Baum ihr Fest feiern müssten. Vertreter ...
