Ausgabe vom 22.09.2025 Seite 15

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Apfelernte Hey, ich habe deine Frau getroffen…, sagte meine geschätzte Kollegin und Jugendreferentin Frederike Holtmann zu mir. Die beiden begegneten sich zufällig im Kreislehrgarten in Steinfurt. Dort gab es die Möglichkeit, von einem Pomologen – so nennt man den Experten für Obstkunde – Apfelsorten bestimmen zu lassen. Frederike erfuhr auf diese Weise, dass ihr Vater vor ein paar Jahren noch eine „Rote Sternrenette“ gepflanzt hatte. Und meine Frau hatte einige Äpfel im Gepäck, deren Sorten von der Streuobstwiese ihrer Großeltern stammten. Vor Jahren hatte sie ein paar Triebe veredelt, sodass die alten Sorten nun in unserem Garten weiterwachsen konnten. Leider musste der Pomologe neben der „Dülmener Rose“ und dem „Luxemburger Triumph“ bei den anderen Sorten passen. Dafür habe ich allerdings viel Verständnis: Immerhin wird geschätzt, dass es weltweit über 30000 verschiedene Apfelsorten gibt – 2000 davon allein in Deutschland. Die Pomologie ist also eine Wissenschaft für sich. Spannend wird es übrigens, wenn Pomologie und Theologie sich begegnen: Der Apfel steht dann auch für das menschliche Streben nach Erkenntnis. Die „Frucht der Erkenntnis“, die Adam und Eva das Bewusstsein ...