Ausgabe vom 30.06.2026 Seite 18

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Wieso Rapper-Dokus so beliebt sind Deutschrap als Filmstoff berlin. Haftbefehl, Shirin David und Xatar haben etwas gemeinsam: Sie alle gehören zu dem Kreis der Rapper, die eine eigene Dokumentation bekommen haben. Nun hat das ZDF den Rapper OG Keemo und den Produzenten Funkvater Frank in einer aktuellen Doku-Serie begleitet. Solche Porträts – besonders über Figuren im Deutschrap – scheinen sich zu häufen. Woran liegt das? Klar ist: Hip-Hop und Rap sind längst keine Nische mehr. Songs aus dem Genre stehen regelmäßig weit oben in Charts und Streaminglisten, Stars wie Shirin David („Bauch Beine Po“) prägen die Popkultur. Soziologin Heidi Süß, die zu Rap und Männlichkeit forscht, sieht eine Erklärung in der medialen Geschichte des Genres. „Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Hip-Hop und Rap immer schon eine Medienkultur war. In den 80er Jahren ist Hip-Hop ’über den großen Teich geschwappt’, es kamen zum Beispiel Filme wie Wild Style und Beat Street. Das heißt: Filme und Dokus über Hip-Hop haben eine lange Geschichte“, sagt Forscherin Süß. Der Fokus auf einzelne Künstler hänge auch damit zusammen, dass Rap in Deutschland seit Jahrzehnten gewachsen sei und „aktuell so ...