Ausgabe vom 08.06.2026 Seite 4

Suchbegriffe 08.06.2026    4


Verzweifelte Suche nach Verschwundenen Seit Jahren suchen Aktivisten nahe der WM-Arena im mexikanischen Guadalajara nach menschlichen Überresten. Gefunden haben sie Hunderte Leichensäcke Guadalajara. Das markante Denkmal im Herzen der mexikanischen Metropole Guadalajara heißt im Volksmund „Glorieta de las y los Desaparecidos“ (Kreisverkehr für die Verschwundenen). Aktivisten haben Hunderte Plakate, Fotos und Banner angebracht. Zu lesen ist darauf immer das Gleiche: „Verschwunden – Jonathan Alejandro“, zum Beispiel. Dazu Foto und Datum, wann der oder die Vermisste das letzte Mal gesehen wurde. Rund 16.000 Menschen werden allein im Bundesstaat Jalisco vermisst, dessen Hauptstadt Guadalajara ist. Landesweit sind es mehr als 133.000 Menschen. Bislang war das vor allem ein mexikanisches Thema. Aber seit einem Gewaltausbruch nach Festnahme und Tod von Drogenboss „El Mencho“ vor einigen Monaten schaut auch der Rest der Welt hin. Nemesio Oseguera Cervantes, wie „El Mencho“ mit bürgerlichem Namen hieß, war Kopf des Jalisco-Kartells. Ihm werden schwerste Menschenrechtsverletzungen zur Last gelegt. Die organisierte Kriminalität ist verantwortlich für Tausende Morde – und Tausende verschwundene Menschen. Wer ins ...