Ausgabe vom 20.04.2026 Seite 5
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Kontrolle verloren Leitartikel Zu Trumps Sicht auf den Iran-Krieg Am Tag eins im WeiÃen Haus gab Donald Trump im Januar 2017 einen Ausblick auf das, was die Nation von ihrem neuen Präsidenten zu erwarten hatte. Vor Mitarbeitern des CIA schwärmte er von bis zu anderthalb Millionen Menschen, die zu seiner Amtseinführung gekommen seien. Eine Menge, die nachweislich nur in seiner Vorstellung existierte. Seine Beraterin Kellyanne Conway erfand dafür den Begriff, der Trumps Verhältnis zur Wahrheit seither wie kein anderer beschreibt: âAlternative Faktenâ. Im Schnitt kommt der Präsident nach Zählung der Faktenchecker der Washington Post auf 21 falsche oder irreführende Aussagen am Tag. Je nach Thema können es mehr sein. Nicht mitgezählt die Ãbertreibungen von einem, der stets in Superlativen und GroÃbuchstaben spricht. Während Trump seine Macht im WeiÃen Haus bisher dazu nutzte, die Wirklichkeit seiner Sicht anzupassen, stöÃt er am Persischen Golf auf eine harte Grenze. Der Präsident behauptet, die Navy, Luftwaffe und Irans Raketen seien âtotal zerstörtâ. Auch ohne ein Eingeständnis Irans stehe der Sieger fest, so Trump. Nate Swanson weià aus eigener Erfahrung als US-Verhandler mit Iran, dass die Dinge ...
