Ausgabe vom 02.04.2026 Seite 4

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Die Hürden für Rückführungen sind hoch Syrische Flüchtlinge: Migrationsforscher halten die von Bundeskanzler Friedrich Merz geäußerte Zielgröße für unrealistisch berlin. Kein Land in der EU hat in absoluten Zahlen mehr Syrer aufgenommen als Deutschland. Ein dauerhafter Aufenthalt der Bürgerkriegsflüchtlinge war laut führenden Politikern von Anfang an nicht gedacht. „Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist, (. . .) sie mit dem Wissen, das sie bei uns erworben haben, wieder in ihre Heimat zurückkehren“, sagte die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel, kurz nachdem sie 2015 die Tore für Syrer geöffnet hatte. Mit dem Sturz des Asad-Regimes Ende 2024 ist der Hauptgrund für die Flucht entfallen. Merkels Nachnachfolger wurde deshalb jetzt konkreter. Bei einer Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa sagte Bundeskanzler Friedrich Merz am Montag in Berlin: „In der längeren Perspektive der nächsten drei Jahre, und das ist auch der Wunsch von Präsident Sharaa gewesen, sollen rund 80 Prozent der sich jetzt in Deutschland aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland kehren.“ Laut der deutschen Regierung waren Ende November 2025 etwa 940.000 ...