Ausgabe vom 14.03.2026 Seite 5

Suchbegriffe 14.03.2026    5


Skepsis nimmt zu LeitartikelDie Bundesregierung und der Iran-Krieg Die US-Militär-Operation „Gewaltiger Zorn“ (Epic Fury) ist am Samstag zwei Wochen alt – umgeschlagen ist sie in den Augen der deutschen Regierung eher in „gewaltige Fragezeichen“. Denn der Iran ist auch nach fast zwei Wochen andauernder massiver Angriffe der USA und Israels immer noch zu schmerzhaften Gegenschlägen in der Lage, die Revolutionsgarden halten die Straße von Hormus blockiert und drohen mit weiteren Schlägen gegen die USA und Israel. Profiteur der Ölkrise ist derzeit vor allem der russische Präsident Putin. Denn zu allem Überfluss erlauben die USA angesichts des stark gestiegenen Ölpreises Ländern den Kauf von derzeit per Schiff transportiertem russischen Öl. Zunächst zwar zeitlich befristet, aber wer weiß das schon so genau. Die Auswirkungen auf die russische Kriegskasse und den Ukraine-Krieg kann man sich ausmalen. Und so hinterlässt der Krieg auch in der deutschen Innenpolitik Spuren. Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Angriffe zunächst als begründbar vertreten, sprach von einem „Dilemma“. Doch dann änderte sich der Sound, zuletzt kritisierte er die Lockerung der Sanktionen für russisches Öl. „Wir ...