Ausgabe vom 19.02.2026 Seite 1

Suchbegriffe 19.02.2026    1


Ärzte: E-Patientenakte ist nur bedingt praxistauglich Ernüchterndes Fazit nach einem Jahr − Erst vier Millionen Nutzer bundesweit Berlin Hausärzte und Verbraucherschützer haben zeitgleich eine kritische Bilanz der Anfang 2025 eingeführten elektronischen Patientenakte (ePA) gezogen. „Die allerwenigsten Patientinnen und Patienten haben sich ihre ePA einmal angeschaut. Das liegt vor allem an dem absurd komplizierten Registrierungsprozess, der selbst digitalaffine Menschen irgendwann frustriert aufgeben lässt“, sagte der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbands, Markus Beier. Viele wüssten auch gar nicht, dass sie eine ePA besitzen. Zu einem ähnlichen Fazit kommt die Chefin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Ramona Pop. Die E-Akten seien noch nicht im Alltag der Menschen angekommen. „Das ist wenig überraschend, denn zentrale Funktionen, wie digitale Impf- oder Bonushefte, fehlen weiterhin“, so Pop am Mittwoch in Berlin. Bislang bleibe die ePA hinter den Erwartungen zurück. Rund 70 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland haben eine ePA von ihrer Krankenkasse angelegt bekommen − die Patienten können dies aber auch ablehnen. Seit 1. Oktober 2025 sind Praxen und Kliniken ...