Ausgabe vom 07.01.2026 Seite 19

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Aussagen zu widersprüchlich: Angeklagte freigesprochen Gerichtsprozess um „Familientribunal“ Greven. Ein Prozess um einen Ehebruch mit möglichen familiären Folgen wurde am Montag am Amtsgericht Rheine fortgesetzt. Die Angeklagten, ein 44-jähriger Ehemann aus Greven und seine 36-jährige Nichte aus Ibbenbüren, sollen am 27. Juli 2024 im Rahmen eines großen Familientreffens in Rheine seine Frau geschlagen und getreten haben. Zudem soll der Mann ihr laut Anklage gedroht haben, ihre ganze Familie umzubringen. Das Paar hat vier gemeinsame Kinder und war seit 25 Jahren zusammen. Der zweite Prozesstag endete trotz einer in einem Attest nachgewiesenen Rippen- und Schädelprellung der Frau mit einem Freispruch auf Antrag der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung. „Die Aussagen der Ex-Frau an beiden Tagen waren für ein Urteil zu verworren und widersprüchlich. Alle anderen Zeugen haben keine Körperverletzung gesehen“, begründete die Richterin, warum sie diesen Anträgen folgte. Nur der Anwalt der Frau hielt ein flammendes Plädoyer für die Schuld der Angeklagten. Er vertrat sie als Nebenkläger und sagte: „Ihr Mann hat sie vor ein Familientribunal gestellt. Das ist eine Körperverletzung psychischer Art. Er hat sie ...