Ausgabe vom 31.12.2025 Seite 17
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Keine Wasseruhren für Emsdetten Zwischen Sparzwang und Bürgerkritik: Finanzpolitik und Demokratie nach der Novemberrevolution EMSDETTEN. Nach der Novemberrevolution von 1918 änderte sich für die Menschen im Freistaat PreuÃen viel auf der lokalen Ebene. Kommunalpolitik wurde nicht mehr hinter verschlossenen Türen von einer Handvoll Honoratioren gemacht, sondern auf offener Bühne von Menschen ganz verschiedener Gesellschaftsschichten ausgehandelt. Gleichzeitig zentralisierte die âErzbergersche Finanzreformâ das Steuersystem zugunsten des Reiches. Vor allem für Städte schrumpften die finanziellen Spielräume. Die nunmehr republikanischen Kommunen waren bestrebt, ihre Städte und Gemeinden bürgerfreundlicher zu machen. Ãberall entstanden neue Schulen, StraÃen und Sportanlagen, ungeachtet der politisch und finanziell schwierigen Rahmenbedingungen. Emsdetten baute die Sportanlage am Grevener Damm, und befestigte StraÃen führten nun in die Bauerschaften Hollingen, Isendorf und Westum. Das gröÃte Projekt aber war die Be- und Entwässerung der zentralen Bereiche des Ortes, bis hin zum Bau des Wasserturms und der alten Kläranlage, die beide 1932 öffneten. Diese persönlich erfahrbaren Fortschritte trugen viel dazu ...
