Ausgabe vom 16.12.2025 Seite 19
Suchbegriffe 16.12.2025 19
Das Ende eines Buchungstricks Greven ist bald 7 Millionen Euro ärmer â und das ist auch gut so Greven. Was Buchhalter in jedem Wirtschaftsunternehmen mutmaÃlich das Gefängnis einbringen würde, war den Kommunen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren gesetzlich vorgeschrieben: Kosten aus der Corona-Pandemie und später aus den Folgen des Ukraine-Krieges mussten isoliert und als Vermögenswert verbucht werden â obwohl das Geld real nie existierte. Die sogenannte Bilanzierungshilfe des Landes mit dem Wortungetümsnamen NKF-COVID-19-Ukraine-Isolierungsgesetz (NKFCUIG) sorgte landesweit für geschönte Jahresabschlüsse. Und genau das war beabsichtigt. Das Gesetz sollte nämlich verhindern, dass Städte und Gemeinden massenhaft in die Haushaltssicherung rutschen. Ein ehrbares Anliegen, aber mit einer fragwürdigen Ausführung. Anders ausgedrückt: Statt noch mehr echtes Geld locker zu machen, um den klammen Kämmerern landauf, landab unter die Arme zu greifen, griff das Land tief in die Buchungstrickkiste und schrieb dieses Vorgehen auch noch allen Städten und Gemeinden gesetzlich vor. Dabei hätte Greven diese âLuftnummerâ-Stütze dank gut gefüllter Rücklagen eigentlich nie gebraucht. Doch auch vor Ort ...
